14.10.2020
Die Fabrik

Formationen+ F.I.M Frankfurt trifft…

Beim Format „F.I.M.-Frankfurt trifft…“ lädt das F.I.M. jährlich eine nationale/internationale Initiative Improvisierter Musik zum musikalischen Dialog ein. An diesem Abend wird in 8 Formationen frei improvisiert, im ersten Teil in je 2 Formationen von ARTist und F.I.M., im zweiten Teil in gemischter Besetzung. Zwei Formationen des ARTist treffen auf sechs Musiker:innen, die das F.I.M. stellt.

Als „Opener“ spielen zunächst die beiden Wiesbadener Formationen:

Silvia Sauer (Stimme) und Uwe Oberg (Piano) sowie Pebbles and Pearls, entstanden vor 3 Jahren, als sich der Bostoner Gitarrist Jeff Platz und seine drei hiesigen Mitspieler zu einer ersten Probe trafen. Jeffs dem klassischen Jazzgitarrensound verpflichtetes Klangideal verbindet sich in einer spannenden Melange mit der erweiterten Klangpalette der Wiesbadener Dirk Marwedel (sax), Jörg Fischer (dr), Georg Wolf (b). Vielfarbiger freier Jazz mit der steten Bereitschaft zu einer überraschenden Wendung prägt diese etwas andere Deutsch-Amerikanische Freundschaft.

​Im zweiten Teil des Abends begegnen sich diese Musiker in sechs weiteren Formationen​:

Naoko Kikuchi (Koto), einer vielseitigen Künstlerin, die bei den verschiedensten Projekten mitwirkt, so etwa bei einem Projekt der Berliner Philharmoniker, oder auch bei der Neuauflage von „Barcelona“ von Freddie Mercury & Montserrat Caballé oder bei der Uraufführung einer Ballet Oper der Komponistin Adriana Hölszky an der Ballet Oper am Rhein (www.naokokikuchi.com).

Annick Moerman (Sängerin, Chorleiterin und Gesangspädagogin), die an vielen Musiktheaterproduktionen beteiligt ist und ihr breites Repertoire in der Auseinandersetzung mit Klassik bis zur freien Improvisation entwickelt.

Uwe Dierksen (Posaune), seit 1983 Mitglied im Ensemble Modern, der in vielen namhaften europäischen Orchestern gespielt hat, in diversen Gastprofessuren und Dozenturen sowie in Schulen im Bereich kultureller Bildung tätig ist, Filmmusik geschrieben, zahlreiche CD veröffentlich und sich musikalisch in vielen Stilen entwickelt hat (uwe-dierksen.com).

Nikolai Muck (E-Gitarre), der Jazzgitarre studiert hat und Unterricht bei Thomas Langer und Daniel Guggenheimer erhielt. Er spielte auf Konzerten und Tourneen mit dem Klezmerviolinisten Yale Strom, dem Voicestrasänger Joey Blake, wie auch dem zazaischen Musiker ZeleMele. In den letzten Jahren konzentrierte sich sein Schaffen auf experimentelle und frei improvisierte Musik, arbeitete z.B. an Kunstvertonungen und Gruppenimprovisationskonzepten zu grafischen Notationen. 2016 war er Mitbegründer seines derzeitigen Hauptprojekts der New-World Jazz Band „Ensemble Entropie“. Geprägt ist er auch von den Einflüssen der der Philosophieansätze Adornos und Heideggers.

Jürgen Werner (Flöte, Sopransaxophon, indische Bansuri, Kalimba), schon in den 1990er-Jahren im damaligen F.I.M. aktiv. Nach klassischer Ausbildung an der Flöte vertiefte er Spielweise in der Freien Improvisation und ist Grenzgänger auch in anderen Musikgeneres wie der Weltmusik.

Lutz Jahnke (Schlagzeug), Designer und seit 1991 Schlagzeuger. In unterschiedlichsten kleinen und großen Formationen spielt er freie und angewandte Musik, ist Mitglied in der ARTist Kooperative New Jazz Wiesbaden und engagiert sich für experimentelle Jazzkonzerte in der „akademie für interdisziplinäre prozesse offenbach“. 2019 gründete er das Free-Jazz Ensemble Sudden Orchestra und bekam dafür bereits einen Sonderpreis für außergewöhnlich innovative Performance und Vielfalt.

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